Schauet und kaufet!

Stadtleben | Matthias Dusini | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

BUCHHANDEL Buchhändlerin Judith Ortner ist wieder da. Mit Künstlerbüchern und Kunsteditionen.

Weltoffenheit und Kunstinteresse einer Stadt lassen sich an der Zahl der Museumsbesucher messen. Ein Indikator sind aber auch die Kunstbuchhandlungen. Da schaut es in Wien düster aus. Vor einem Jahr sperrte der einzige Shop zu, in dem man verlässlich ein Buch über den US-Künstler Robert Smithson oder eine Monografie des Architekten Egon Eiermann finden konnte. Judith Ortner, die Inhaberin der Kunstbuchhandlung in der Sonnenfelsgasse, sagte damals, sie habe es satt, als lebende Institution verehrt zu werden, beim Blick in die Bücher aber sinkende Verkaufszahlen feststellen zu müssen. "Viele kamen zum Schauen, nicht zum Kaufen."

Nun ist sie wieder da. Weder machte sie ihre Ankündigung wahr, in ein besser frequentiertes Viertel zu ziehen, noch jene, ihren Kundenstock in eine große Buchhandlung einzubringen. Sichtlich motiviert steht sie auf dem alten Fliesenboden und unter den bekannten Gewölben


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