Wir sind im Wort

Vorwort | Norbert Darabos | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

KOMMENTAR Warum ich österreichische Soldaten in den Tschad schicke. Eine Erwiderung auf meine Kritiker.

Im Osten des zentralafrikanischen Tschad spielt sich eine humanitäre Katastrophe ungeheuren Ausmaßes ab. 250.000 Flüchtlinge aus der angrenzenden Bürgerkriegsregion Darfur und etwa 170.000 Binnenvertriebene leben in großen Flüchtlingscamps - darunter zahlreiche schwer traumatisierte Frauen und Kinder. Überfälle auf Flüchtlinge und Hilfsorganisationen, Misshandlungen, Vergewaltigungen und das Rekrutieren von Kindersoldaten sind Teil des elenden Alltags.

N'Djamena, die Hauptstadt des Tschad, ist von Wien nur fünf Flugstunden entfernt, aber in unserer medialen Wahrnehmung sind das offensichtlich Lichtjahre. Wenige kannten diese Stadt, bevor sie durch den Tschad-Einsatz des Bundesheeres zum Thema wurde. Wenige, die dieser Tage die bevorstehende EU-Mission kommentieren, sind jemals dort gewesen. Ich war Anfang Oktober mit Experten vor Ort, um mir ein Bild von der Situation zu machen.


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