Vorbild Deutschland

Hilfe vor der Geburt

Politik | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

Voriges Jahr starb der kleine Kevin in Deutschland im Alter von zweieinhalb Jahren an den Folgen massiver Misshandlungen. Sein Ziehvater versteckte den Leichnam des Buben im Kühlschrank. Obwohl das Jugendamt klare Hinweise auf Gewalt gegen den Buben erhielt, wurde zu spät reagiert. Seitdem setzt Deutschland verstärkt auf Prävention: In drei Bundesländern läuft das Projekt "Pro Kind" des Kriminologen und ehemaligen Justizministers von Niedersachsen, Christian Pfeiffer. Sein Kriminologisches Forschungsinstitut in Hannnover betreut schwangere Frauen aus sogenannten Hochrisikofamilien auf freiwilliger Basis bis zum zweiten Geburtstag des Kindes. Dadurch soll Gewalt verhindert und den Kindern ein besserer Start ins Leben ermöglicht werden.

Falter: Pro Kind unterstützt Familien, bei denen die Gefahr besteht, dass es zu Gewalt gegen Kinder kommt. Wie wurden diese Menschen ausgewählt?

Christian Pfeiffer: Die Teilnehmerinnen müssen Sozialhilfeempfängerinnen sein, viele haben innerfamiliäre


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