Historisch

"Wie die Tiere"

Politik | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

Das Ohr eines Jungen sitzt auf dem Rücken; er hört, wenn man ihn schlägt." Das ägyptische "Papyrus Anastasi" aus dem 2. Jahrhundert vor Christus belegt, dass Gewalt gegen Kinder keine Erscheinung der Neuzeit ist, im Gegenteil: Noch nie war die Menschheit so gewaltfrei wie heute.

Schon bei den Griechen und im antiken Rom gab es Knabenbordelle, Buben wurden in der Wiege kastriert, um später als Sexualobjekte zu dienen. Im Mittelalter lag das gesetzliche Mindestalter für die Verlobung bei sieben Jahren, Kinder wurden nach Ansicht mancher Kirchenväter durch Penetration "reif für die Ehe". Und zur Zeit der Hexenverbrennungen wurden Kinder ebenso verfolgt wie Frauen. Auch im Barock waren Kinderbordelle in Mode. Der eigene Nachwuchs galt Tausende Jahre hindurch als Eigentum des Vaters, Säuglingsmord war auch in Europa lange Zeit Normalität - in London etwa waren tote Babys auf den Straßen im 19. Jahrhundert nichts Ungewöhnliches.

Missbraucht wurden Kinder auch durch Unternehmer. Mit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige