Zimpfers Fall

Politik | Kurt Langbein | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

SPITÄLER Im Wiener AKH streiten die Ärzte nicht nur um Pfründe, sondern auch um Ethik und Anstand in der Medizin.

Michael Zimpfer war Vorstand der größten Krankenhausabteilung Europas, Herr über 172 Anästhesisten und Intensivmediziner. 95.000 Euro jährlich Grundgehalt und dazu das antiquierte "Liquidationsrecht" für Privathonorare, an deutschen Unikliniken längst durch leistungsgerechte Gehälter ersetzt. Weil Professor Zimpfers Mitarbeiter überall gebraucht werden, wo im AKH operiert wird. Laut Spitalsinsidern sollen gut eine Million Euro Privathonorare im Jahr zusammenkommen - Zimpfer selbst bestreitet diese Zahl. Die Hälfte davon soll dem Chef verbleiben, Oberärzten gewährt er tausend Euro im Monat, einfachen Ärzten ein paar Hundert.

Das ist nicht genug: Neben seinem Managementjob ist Zimpfer auch noch Chef des Forschungsinstitutes des Roten Kreuzes mit 35 Mitarbeitern, Leiter des Gesundheitszentrums Döbling mit 13 Mitarbeitern, Präsident der Privatklinik Rudolfinerhaus


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