Was wirklich schief läuft

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

SCHULE Der Pisa-Test zeigt: Nicht nur Nachzügler, auch Hochbegabte brauchen mehr Förderung.

Pamela Wagner brachte sich im Kindergarten selbst das Lesen bei. "Heimlich", wie sie sagt. Heute sitzt die 15-Jährige mit dem rotbraunen Rossschwanz und den peppigen Ohrringen im Buffet der Sir-Karl-Popper-Schule, des einzigen österreichischen Oberstufengymnasiums für Hochbegabte. Zu diesen zählt, wer einen IQ von 130 hat. Das sind zwei Prozent der Bevölkerung. Weitere 14 Prozent haben einen IQ mit dem Wert von mindestens 115. Sie gelten als besonders begabt.

Pamela Wagner hat Glück. An der Popper-Schule hat sie einen individuellen Stundenplan und Lehrer, die auf ihre Begabung eingehen. Zwar gibt es mittlerweile auch eine Reihe anderer Schulen, die Hochbegabte speziell fördern. Das ist aber die Ausnahme. Viele Vifzacks tun sich an den heimischen Schulen schwer. Das schlägt sich auch im neuesten OECD-Leistungsvergleich Pisa nieder: Im Lesen erreichen nur neun Prozent der österreichischen


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