Gastkommentar

Was wir von Pisa lernen - und was nicht

Politik | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

Seit die ersten Pisa-Ergebnisse durchsickerten, wird in den Medien wieder über die Rangplätze beim Schulvergleich diskutiert. Während manche Zeitungen Österreich gar als "Sieger" bezeichnen, sprechen andere von einem "Land der Mittelmäßigkeit". Die Diskussion um die Rangplätze ist aber wenig sinnvoll. Einerseits lenkt sie von den tatsächlichen Problemen im Bildungssystem ab - dazu gehört die hohe Zahl an Risikoschülern. Andererseits wird bei den Ranglisten über Nebensächliches debattiert. Beim Schülerranking ist es nämlich wie bei den Rangplätzen der Skirennläufer: Dort wird mitgestoppt, um den Besten küren zu können. Die Abfahrtszeiten sollen vor allem verdeutlichen, welche Leistungsabstände zwischen den Läufern existieren. Nehmen wir an, Hermann Maier würde bei einer Abfahrt erst an 18. Stelle ins Ziel kommen: Würde sich dann jemand fragen, wie viele Hundertstel ihm auf Platz 17 fehlten? Nein. Uns würde nur interessieren, um wie viele Sekunden er den Stockerlplatz


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