Reden wir über den Glauben

Kultur | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

RELIGION Der neugegründete Verlag der Weltreligionen versucht, der Konjunktur des Spirituellen mit einer Philologie des Religiösen Rechnung zu tragen.

Viel ist derzeit von einem gesteigerten Interesse an Religion die Rede. Aber was genau ist damit gemeint? Wohl kaum, dass die Menschen hierzulande wieder verstärkt zu Gott beten oder sich an religiöse Grundsätze halten. Nicht einmal der Entertainmentfaktor des Papstbesuchs im heurigen September "zog" so richtig: 82 Prozent der Österreicher und 96 Prozent der unter Dreißigjährigen maßen ihm laut einer Umfrage des Profil keine oder nur geringe Bedeutung zu. Nur der ORF sendete nonstop.

Wahr ist allerdings, dass mehr über Religion geredet wird. Vor allem in den Medien. Aber natürlich auch zuhause und im Kaffeehaus - wenn nicht aus der vielbeschworenen Orientierungslosigkeit in Bezug auf den Sinn des Lebens heraus, dann zumindest aus politischen Gründen. Denn der religiöse Fundamentalismus macht mittlerweile auch vor den Alpen nicht


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