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Kultur | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

JUGENDKULTUR

Sigrid Rosenberger und Martin Wassermair (Hg.): Generation Sexkoffer

Das Dilemma der Achtzigerjahre in den Worten von Robert Misik: "Wir hatten das Gefühl, wir sind eine zu spät gekommene Generation. Kaum politisiert, waren wir schon mit den Heldenmythen der 68er konfrontiert und mit den schönen Bildern der frühen Hippietage. Die großen Erlebnisse waren verbraucht, wir kriegten nur mehr die Brosamen ab." Die Erkenntnis hat was Tragisches. Eine Jugend zwischen Legwarmers, Ballonhosen und "Flipper", mittlerweile von dümmlichen Machwerken wie "Wicki, Slime und Paiper" oder peinlichen Achtzigernostalgie-Shows deutscher Privatsender diskreditiert. Doch so lauwarm war diese Epoche nicht, meinen die Politikwissenschaftler Sigrid Rosenberger und Martin Wassermair. "Generation Sexkoffer" ist eine gelungene Essaysammlung, die das Leben und die politische Prägung junger Leute im Österreich der Achtzigerjahre beschreibt - als Kurt Waldheim Präsident wurde und Jörg Haiders Aufstieg


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