Kammerspiel der Götter

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

MUSIKTHEATER Die Premiere ging daneben, dennoch wurde deutlich: Die neue "Walküre" an der Staatsoper dürfte gelungen sein.

Die Fallhöhe war enorm, und dementsprechend hart landete die Wiener Staatsoper vergangenen Sonntag in den Niederungen der biologischen Realität. Das letzte Großprojekt der Ära Ioan Holender, ein neuer "Ring des Nibelungen", sollte da mit der Premiere der "Walküre" begonnen werden - und legte einen kapitalen Fehlstart hin, weil dem finnischen Bassbariton Juha Uusitalo als Wotan gleich im zweiten Aufzug die Stimme versagte.

Verloren ist damit freilich nichts, außer - vermutlich - der ausgelassenen Stimmung auf der Premierenfeier. Denn was bis zu dem schmerzlichen Lapsus zu hören und zu sehen war, lässt vielleicht keinen ganz großen, jedenfalls aber einen sehr beachtlichen Wurf erwarten. Überhaupt hatte alles gut begonnen, sogar noch vor dem ersten Ton. Kaum war Franz Welser-Möst ans Pult getreten, wurde er mit Bravorufen begrüßt: teils wohl als designierter


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