"Ich mache hier die Musik!"

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

MUSIK Der italienische Filmkomponist Ennio Morricone kommt zu einem Konzert in die Wiener Stadthalle. In einem stockenden Gespräch denkt er an die Schrecken der Avantgarde zurück, erinnert sich an Pier Paolo Pasolini und sucht einen Soundtrack für sein Begräbnis aus.

Im Februar dieses Jahres erhielt der italienische Komponist Ennio Morricone in Hollywood einen Oscar für sein Lebenswerk. Diese Auszeichnung kam spät, gehört der 79-jährige Römer doch zu den erfolgreichsten Filmmusikkomponisten, dessen Melodien den Filmen von Sergio Leone oder Bernardo Bertolucci ein eigenes Gepräge gaben. Neben über 400 Soundtracks arrangierte Morricone Popsongs und die Musik für TV-Shows, schrieb aber auch als freier Komponist klassische Stücke für Piano, Orchester oder auch Kammermusik; nach einem Trompetenstudium studierte Morricone in Rom Komposition bei Goffredo Petrassi. Obwohl er sehr viel im Auftrag von Hollywoodregisseuren arbeitete, weigerte er sich stets, seine Heimatstadt zu verlassen,


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