Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

Der Goldene Kompass Nichts scheint im Falle des vorweihnachtlichen Blockbusters "The Golden Compass" einfacher, als die Bilder gegen die Seiten auszuspielen. Denn auch die Vorlage für dieses neue Fantasyspektakel der Produktionsfirma New Line Cinema ("Lord of the Rings") stammt von einem fantasievollen Briten, nämlich Philip Pullman, der seine eigene - und einigermaßen überschätzte - Bestsellertrilogie für die Leinwand adaptierte. Im ersten Teil macht sich nun also ein kleines Mädchen mit einem goldenen Kompass bewaffnet auf den Weg in den hohen Norden, um dort andere Kinder zu befreien, die von bösen Mächten gefangen gehalten werden. Pullman verbrämt so einiges, was das Genre zu bieten hat, und profitiert vor allem durch seine antireligiöse Handschrift: Das Böse erscheint mehr oder weniger deutlich in der Person christlicher Obrigkeitsfanatiker, die die kleinen Menschen von ihrer Seele, genannt "Daemon" und versinnbildlicht durch allerhand Getier, trennen wollen. Die wichtige


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige