Nüchtern betrachtet

Höhepunkte haushalterischer Vexation

Kultur | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

Vermutlich werde ich es bei den Ausscheidungen für den "Mister Fifty-Fifty"-Award des Frauenministeriums nicht in die letzte Runde schaffen, aber ich gehöre immerhin zu jenen Männern, die sich in Boutiquen wohler fühlen als in Autohäusern und Baumärkten. Wer aus diesem Hinweis darauf schließt, dass ich nur zum Anschauen zu gebrauchen bin, hat eine unschöne Mentalität und ist selber blöd. Es gibt sogar Tätigkeiten im Haushalt, die ich, wenn schon nicht gerne, so doch lieber übernehme als andere. Einkaufen zum Beispiel. Oder Kochen. Oder das Befüllen der Waschmaschine. Es ist erstaunlich, wie sorg- und ahnungslos Frauen dabei verfahren. Gerne lassen sie nämlich Papiertaschentücher und anderen Kram in den Taschen ihrer Hose stecken, bevor sie diese in die Wäsche werfen, und auch das Auf-links-Drehen wird gerne vernachlässigt. Dass Markenhemden jederzeit mit einer 60-Grad-Abreibung oder vorgekrumpelte Designershirts damit zu rechnen haben, gnadenlos glattgebügelt zu werden,


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