An der Grenze

Politik | Donja Noormofidi und Gerlinde Pölsler | aus FALTER 49/07 vom 05.12.2007

NACHBARN Kurz vor Weihnachten fallen die Grenzbalken an der geschichtsträchtigen Linie zwischen Österreich und Slowenien - doch alte Ängste leben weiter. Zu Besuch bei Grenzpolizisten, Weinbauern und steirischen Slowenen.

Josef Knapps Männer haben an diesem Tag schon einen Fang gemacht: Die mobile Grenzkontrolle hat auf der A 9 zwischen Graz und Spielfeld eine Afrikanerin ohne Papiere erwischt. Der Mann, der das Auto lenkte, meinte, seine Frau hätte ihren Ausweis bloß in Graz vergessen. Also musste sie auf der "Greko" - wie die Grenzkontrolle im Beamtensprech heißt - warten, bis der Mann die Papiere herbeigeschafft hatte. "Das Problem ist nur, dass die Dame der Frau auf dem Foto gar nicht ähnlich sieht", erzählt Vize-Postenkommandant Knapp in seinem engen Büro in der Greko Spielfeld, dem größten Grenzübergang zwischen Steiermark und Slowenien, slowenisch Šentilj genannt. In letzter Zeit hätten es seine Beamten häufig mit Afrikanern zu tun, deren Pässe offensichtlich gefälscht


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