ORF-Mystik

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 50/07 vom 12.12.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Der ORF braucht Geld. Ein vernünftiger Vorschlag fordert: Gebt ihm wenigstens die ganze Gebühr!

Erinnern Sie sich noch an SOS ORF? Im Mai 2006 saß ich gerade auf einem Podium, das sich mit dem ORF auseinandersetzte, als Kollege Rauscher herbeieilte und von der Verleihung des Hochner-Preises an ORF-Moderator Armin Wolf und von dessen dabei gehaltener Rede berichtete. Wolf hatte gegen das Vorgehen der schwarzblauen Regierung protestiert, die den ORF in bisher nicht gekanntem Maß in ihren Dienst zu nehmen versuchte. Vielleicht war es in den Fünfziger- und Sechzigerjahren schlimmer gewesen, als die Chefredakteure einiger Tageszeitungen ein Volksbegehren initiierten, das zu einem neuen ORF-Gesetz und zu einem tatsächlich unabhängigeren ORF führte.

Das Podium diskutierte über die Notwendigkeit eines neuen Volksbegehrens (das Stichwort dazu war in diesem Blatt gefallen), als ein Diskutant meinte, so etwas habe heute keinen Sinn mehr, da müsse eine Internet-Initiative


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