Mitleid ist zu wenig

Peter Pilz | Vorwort | aus FALTER 50/07 vom 12.12.2007

KOMMENTAR Warum wir keine österreichischen Soldaten in den Tschad schicken dürfen. Eine Antwort auf Norbert Darabos.

Bevor der Chirurg das Besteck in die Hand nimmt, hat er längst drei Fragen beantwortet: Darf ich? Soll ich? Und: Kann ich? Die Chance, dass gutvorbereitete Operationen erfolgreich verlaufen, ist meist hoch. In unseren Operationssälen ist es nicht üblich, dass ein Chirurg auf Basis einer schlampigen Fehldiagnose ohne ausreichendes Besteck erklärt, dass der schlechte Zustand des Patienten den fahrlässigen Eingriff rechtfertige.

Vom Golan bis zum Kosovo hat das österreichische Bundesheer seine Operationen sorgfältig, sachkundig und erfolgreich durchgeführt. Norbert Darabos hat jetzt die Regeln geändert. Vielleicht glaubt er noch heute, dass die österreichischen Truppen eine Chance haben, das UN-Mandat zu erfüllen. Vielleicht hält er als einer der Letzten das französische EUFOR-Kommando im Tschad für überparteilich. Aber Ministerglauben und Ministerhoffen wird

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige