Von Hühnern und Menschen

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 50/07 vom 12.12.2007

GLOBALISIERUNG Die erfolgreichste ukrainische Autorin wurde in Deutschland geboren und schreibt auf Englisch: Marina Lewycka erzählt in ihren nach Fahrzeugen benannten Romanen von den Hoffnungen der Globalisierungsverlierer.

Marina, Tochter ukrainischer, von den Nazis zur Zwangsarbeit vergatterter Eltern, kommt 1946 in einem britisch geführten Flüchtlingslager in Kiel zur Welt und wächst in England auf. Nach dem Tod der Mutter heiratet der Vater, beratend im Bergbau tätig, eine viel jüngere Frau - sehr zum Unmut der Kinder. Marina belegt Schreibkurse an der Universität und verarbeitet das familiäre Drama zu einem gemüt- und humorvollen Roman, der - nachdem 36 Verlage ihre vorangegangenen literarischen Arbeiten abgelehnt hatten - endlich einen Verleger findet und prompt zum Bestseller avanciert: Er wird in mehr als dreißig Sprachen übersetzt und verkauft allein in England über 800.000 Exemplare. Zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches ist die Autorin 58 Jahre alt.

Die Geschichte


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