Jö schau, ein Pfau!

Kultur | Erich Klein | aus FALTER 50/07 vom 12.12.2007

ROMAN Drago JancÇar inszeniert eine Dreiecksgeschichte im Siebenjährigen Krieg als großes Kino - zwischen Erotikkitsch und James Joyce.

Wird Katharina tatsächlich vergewaltigt, oder ist es eine bloße Fantasie, der die Tochter des krainischen Gutsverwalters Poljanec da in einer Frühlingsnacht des Jahres 1756 nachhängt? Sind es gar Dämonen, die da über Istrien hinwegrasen, Säue quieken, das Vieh ertrinken lassen und die Jungfer heimsuchen? Schließlich ist die 35-Jährige noch virgo intacta. Der aufgeklärte Laibacher Fürstbischof hält das Ganze für apokalyptische Hysterie, die Untertanen brechen dennoch massenhaft zur Pilgerreise zum goldenen Schrein der Heiligen Drei Könige nach Kelmorajn, Köln am Rhein, auf.

Drago JancÇar, slowenischer Essayist, Theaterautor und Romancier, inszeniert auf 470 Seiten den Siebenjährigen Krieg als farbenfrohes Historienspektakel: Die Dreiecksgeschichte zwischen Katharina, der ehemaligen Schülerin der Ursulinen, dem Artilleriehauptmann Windisch


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