Rezension

Zwei Debüts

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 50/07 vom 12.12.2007

Als Titel für Bernhard Strobels ersten Band mit Erzählungen ist "Sackgasse" eine gute Wahl. Seine Figuren haben etwas Verlorenes an sich. "Draußen auf der Straße wusste ich nicht, wohin ich gehen sollte", sagt eine. "Es war windig. Ich ging in Richtung Hauptstraße, nicht unbedingt, weil ich dorthin wollte, aber irgendwohin musste ich ja gehen." Strobel ist ein Verknapper und Verdichter, der seine Texte immer wieder überarbeitet und bei dem es um jedes Wort geht. Unterschwellig aber brodelt es.

Ort der Handlung der meisten Erzählungen ist eine nicht näher beschriebene, trostlose Provinz. Es treibt die Menschen in den Gasthäusern zusammen, die mangels Alternativen von den Jugendlichen wie den Eltern aufgesucht werden. Kommunikation ist schwierig. Die Menschen sind einsam und neigen zu aggressiven Ausbrüchen. Als Lichtblick fungiert die Erzählung von einem zurückgezogen lebenden Mann, den man in der Nachbarschaft für einen Sonderling hält. Eines Tages entpuppt er sich jedoch als


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