Und immer weiter zum Licht

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 50/07 vom 12.12.2007

KARLHEINZ STOCKHAUSEN (1928-2007) Vergangene Woche ist der Komponist gestorben, der die Musik des 20. Jahrhunderts vorantrieb wie kein Zweiter.

Schrill tönte das Signal, das 1956 vom Westdeutschen Rundfunk in Köln gesendet wurde, und es reichte weit. Im elektronischen Studio des Senders hatte ein junger Komponist mithilfe von Ringmodulatoren und Sinusgeneratoren ein Tonbandstück zusammengeschnipselt, das (einige seiner Vorarbeiten übersehend) als erste rein elektronische Komposition in die Musikgeschichte einging. Mit diesem "Gesang der Jünglinge" begründete Karlheinz Stockhausen seinen Ruf als Pionier der elektronischen Musik; und auch wenn in späteren Phasen seines künstlerischen Lebens ganz andere Aspekte in den Vordergrund traten, strahlt dieser Ruf bis heute nach, reicht bis in den Pop der Beatles oder Pink Floyds hinein.

In der Welt der Neuen Musik hatte Stockhausen freilich schon zuvor für nachhaltiges Aufsehen gesorgt. Sein 1951 bei den Darmstädter Ferienkursen uraufgeführtes

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