Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

Zum Jahresende erklärte Konrad Paul Liessmann anlässlich des Erscheinen der kritischen Ausgabe die Faszination von Karl Mays Werk mit wenigen, aber erstaunlich langen und spannungsreichen Sätzen. Ein Beispiel: "Man wird genüsslich überprüfen können, was es mit den Vorwürfen der Sittenverderbnis und Pornografie auf sich hatte, Büffelstirn dabei beobachten, wie er einen Sergeant bei lebendigem Leib skalpiert -, Jetzt schnitt das Messer des Häuptlings die Stirnhaut durch. Der Franzose stieß einen durchdringenden Schrei aus … Büffelstirn zog dabei sein Messer langsam um den Haarschopf des Franzosen herum … Schreie nicht, Hund, sagte der Häuptling, dieser Schnitt macht keine Schmerzen. Sie beginnen erst jetzt, wenn ich dir das Fell samt den Ohren herabziehe'; man wird - vielleicht vergebens - jene Stelle suchen, in der eine Dame vor ihrer Befreiung von ihren sechs Peinigern vergewaltigt worden sein soll; man wird, jetzt umso mehr überrascht, im Kolportagethriller Der verlorene


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige