Wo lassen erpressen?

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Der Fall Arigona Zogaj zeigt, wie die Populisten aller Schattierungen Österreich Schaden zufügen.

Das Humanitäre hat wieder Saison. Wo es west, weiden die Zyniker. Landeshauptmann Jörg Haider, einer der führenden Exponenten dieser Denkschule, sagte kürzlich, als ihm der Verfassungsgerichtshof wieder einmal eine seiner volksverhöhnenden Bosheiten in der Ortstafelfrage als gesetzwidrig auswies (es ging um kleine Zusatztafeln zu den Ortstafeln), er werde nun eine Denkpause in Anspruch nehmen, um nach einer "humanitären Lösung" zu suchen.

Das Humanitäre hat Saison. Die diensthabenden Zyniker in den einschlägigen Rubriken der Tageszeitungen dürfen sich freuen. Die Diskussion um den in seiner Schlichtheit vorhersehbaren Entschluss des Innenministers, Arigona Zogaj in den Kosovo abzuschieben, nachdem sie im nächsten Frühjahr ihre Pflichtschule abgeschlossen haben wird, bringt das übliche Übel in österreichischer Politik und Publizistik zum Vorschein. Rechtens


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