Prekärer Fortschritt

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

AUSLAND Amerika hat einen Krieg vermieden. Europa hat einen Schritt nach vorn gemacht. Dennoch droht eine Krise.

Die Spirale abwärts in das Debakel eines neuen Kriegs schien Anfang 2007 nicht mehr aufzuhalten. "Bomb bomb, bomb bomb bomb Iran", trällerte der sonst als besonnen geltende republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain nach der "Barbara Ann"-Melodie der Beach Boys. George W. Bush beschwor die Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Die neokonservativen Ideologen hatten es geschafft, die amerikanische Öffentlichkeit in eine jener Psychosen zu führen, an deren Ende der unvermeidliche Militärschlag steht. Nicht mehr Saddam Hussein war der Hitler unserer Zeit, der zerstört werden muss, bevor er die westliche Welt und Israel vernichtet, wie noch vor fünf Jahren, sondern Irans Mahmoud Ahmadinejad. Nicht mehr, ob die Hardliner um Vizepräsident Dick Cheney die USA in ein neues Abenteuer stürzen, war die große Frage, sondern wann das passieren würde und welche Rolle dabei Israel


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