Jetzt mit Herz

Vorwort | Julia Ortner | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

KOMMENTAR SPÖ und ÖVP, beide wollen die besseren Sozialarbeiter im Land sein. Nur: Was ist eigentlich gerecht?

Danke, Onkel Erwin. Der Opa kann zuhause von der Pflegerin liebevoll umsorgt werden und muss nicht in dieses anonyme Heim, weil der Landesfürst mit der sozialen Ader auf seine Leute schaut - im Wahlkampf besonders gerne. Niederösterreichs Erwin Pröll schenkt seinen Bürgern rechtzeitig vor der Landtagswahl eine Sonderregelung zur eben erst von der Regierung beschlossenen 24-Stunden-Pflege daheim: In Niederösterreich gibt es höhere Förderungen für die Pfleger und keinen Zugriff aufs Vermögen. Denn Landeshauptmann Pröll, der hat ein größeres Herz als der rote Sozialminister mit seiner Bundespflegelösung.

Nicht nur der schwarze Politiker macht in der Pflegedebatte auf Gesellschaftsreformer. Jede der beiden Regierungsparteien will jetzt noch sozialer sein und kommt mit neuen Ideen zur Pflege daher, die ja schon im Parlament abgefertigt wurde. Imagemäßig hat Rot-Schwarz


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