Gefecht der Geschlechter

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

MILITÄR Seit zehn Jahren dürfen Frauen zum Heer. Was erleben sie, wenn sie einrücken? Eine teilnehmende Beobachtung.

Die Hillerkaserne in Linz-Ebelsberg. Hier also wird man zur Soldatin. Um 10.30 Uhr soll ich vor der großflächigen Anlage aufmarschieren. Denn in der Kaserne sind nicht nur etliche Grundwehrdiener und Panzer stationiert, das Heerespersonalamt testet hier künftiges Kaderpersonal.

Seit 1. Jänner 1998 besteht für Frauen die Möglichkeit, zum Heer zu gehen. Als eines der letzten Länder erlaubte auch Österreich seiner weiblichen Bevölkerung, die Uniform anzulegen. Heute fahren Frauen Panzer, überwachen den Luftraum und bilden Soldaten aus. Am 1. April 1998 rückten die ersten Rekrutinnen ein. Die ersten Uniformen in Frauengröße wurden geschneidert und eigene Sanitätsanlagen gebaut. Obwohl es mittlerweile eine Handvoll weiblicher Stabswachtmeister und Oberstleutnants gibt, sind die Soldatinnen nach wie vor eine Minderheit: Zwei Prozent der Berufssoldaten sind weiblich.


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