Güte und Gerechtigkeit

Kultur | Thomas Aistleitner | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

KINDERBUCH Renate Welsh wird siebzig. Bekannt und erfolgreich wurde die Wienerin vor allem durch ihr "Vamperl" und durch engagierte Bücher, die politisch relevante Themen aufgreifen.

Ein großes, hässliches Siedlungshaus. Das Kind ist neu hier. Es kennt sich nicht aus, irrt durch die Gänge. Alle Türen sehen gleich aus. Aber langsam erobert das Kind das Haus.

Ein schöner Ansatz, aber noch ist nichts davon geschrieben. Renate Welsh erzählt gern von Büchern, die sie erst schreiben wird. In ihrem Alter hat man eben noch viel vor. Am 22. Dezember wird sie siebzig Jahre alt. Seit vierzig Jahren ist sie Schriftstellerin. Und wenn es stimmt, dass die wirklich guten Autoren eigentlich lebenslang immer die gleiche Geschichte erzählen, nur eben anders, dann dreht sich ihre um Kinder, die sich etwas erobern - so wie sie selbst: "Als kleines Mädchen habe ich mir meinen ersten Buchstaben selbst erobert. Ich habe festgestellt, dass über dem Bäcker, über der Buchhandlung und über der Bank eine


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