Buch der Stunde

Stahlstadtkinder

Gerhard Stöger | Kultur | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

Ende der Achtzigerjahre trafen sich 35 Linzer Musikerinnen und Musiker in einem Aufnahmestudio, um den lokalen Gassenhauer "Linza Buama" gleichsam großmäulig wie humorvoll neu zu deuten. "Linza Buama sama, loss ma uns nix sogn/sime, ochte, neine homa scho daschlogn", singen sie zu Ziehharmonika- und E-Gitarren-Begleitung. "Holaria, holaro, d' Linza Buam san do." Wer genau bei dieser Aufnahme beteiligt war, ist nicht überliefert; vermutlich kommt aber der Großteil davon im neuen Buch von Andreas Kump zu Wort.

Der in Wien lebende Linzer Musiker - er ist Sänger und Gitarrist der Gruppe Shy - zeichnet in "Es muss was geben" die Entwicklung des alternativen stahlstädtischen Musikgeschehens zwischen den mittleren Siebzigern und den beginnenden Neunzigern nach, wobei die Protagonisten ohne kommentierende Eingriffe des Autors selbst zu Wort kommen. Das erste ausführliche Gespräch für das Buch fand 1999 statt, über fünfzig weitere sollten folgen. Im Zusammenschnitt ergibt das ein umfangreiches

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