Nüchtern betrachtet

Wir haben verschlafen

Kultur | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

Als ich unlängst erwachte, lag meine Frau neben mir. Ich erkenne das gleich, weil meine Frau ziemlich groß ist. Das gefällt mir sehr gut, denn eine Frau, bei der man erst zweimal hinschauen muss, damit man sieht, ob sie im Bett liegt, würde ich nicht wollen. Man hätte ständig Angst, sie zu überrollen oder irrtümlich auf ihr einzuschlafen. Würde man sich nicht sicher sein, ob die Frau im Bett liegt, würde man eventuell versucht sein, die Bettdecke wegzureißen, und dann wohl in jedem Falle furchtbar erschrecken - egal, ob die Frau nun drunterliegt oder nicht. Erschrocken bin ich aber auch, weil wenn am Dienstag der kleine Zeiger auf acht und der große auf zwölf steht und meine Frau neben mir liegt, herrscht Ausnahmezustand. Ich also: "Muss Hannah heute erst später in die Schule?" Und sie: "Wiiiesooo? Wie spät ist es denn??" Und ich: "Der kleine Zeiger steht auf acht und der gro…" Und sie: "Uaaaaaah, Apokalypse, zischendes Pech und brennender Bimstein!!" Und dann auch noch:

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