Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

Sex

Weihnachtsei Eine Bekannte ist Ärztin in einem Wiener Spital und hatte zu Weihnachten Dienst. Außer ein paar einsamen Alkoholherzen war nicht viel zu tun, als plötzlich eine Frau vor ihr stand, erschaudernd und kichernd, interessanterweise in exakten 15-Sekunden-Abständen. "Das Weihnachtsei (...) ist zu tief im Nest. Ich kann's nicht mehr finden." Was war passiert? Das Christkind brachte das sogenannte Amazing Orgasm Egg aus dem Sexshop. Die Frau steckte sich das Ei nach der Bescherung in die Vagina - und alle 15 Sekunden brachte es vibrierenden Spaß. Später aber wollte sie sich dann doch eher unerregt zur Christmette aufmachen, weil mit Oma und Großtante Trudi. Aber wo war das Weihnachtsei? Weg war's - vibrierend in den unendlichen weiblichen Weiten. Routiniert holte meine Bekannte das Ding raus. Man munkelt aber, sie wäre am 27. gesehen worden mit einem expliziten Packen aus dem Sexshop. Immerhin hatte sie zu Silvester auch Dienst, und da kann's schon recht langweilig werden.

Heidi List

Fussball

Vom Ziehen Was haben Tee, Frauen und Fußballer gemeinsam? Man muss sie ziehen lassen. Wenn ein Kicker den Verein wechseln will, dann soll man ihn nicht aufhalten - vorausgesetzt natürlich, dass die Ablösesumme stimmt. Aber auch wenn sie gar nicht in ferne Länder wechseln wollen, werden Fußballer von einer unbezwingbaren Wanderlust getrieben - es zieht sie nächtens magisch nach draußen, in Diskotheken und andere Lokalitäten, die halt auch spät noch offen haben. Der "Ziaga" ("Zieher"), wie das in Fachkreisen heißt, wird vom Trainer nicht gern gesehen und streng bestraft. Erst unlängst hat es in Österreich drei U21-Nationalspieler und in Deutschland zwei Schalke-Kicker erwischt. Doch aktenkundig werden natürlich nur jene Fälle, die nachgewiesen werden; die "Ziaga"-Dunkelziffer liegt viel höher. Und insgeheim wissen wohl auch die Trainer: Man muss sie ziehen lassen.

Wolfgang Kralicek


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige