Fragen Sie Frau Andrea

Wünschen, dass ...

Stadtleben | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

Liebes Christkind,

lieber Herr Weihnachtmann,

sehr geehrte Jahresendperson,

der Dezember neigt sein schütteres Haupt gegen Eilig-Abend. Es wird Zeit, romantisch zu werden und die Weihnachtswunschkiste zu öffnen. Was war denn da letztens drinnen? Zehn heiße Eislutschka. Ein rostiger Handschlag für Wolfgang Schüssel, ein sehr rostiger für Karl-Heinz Grasser, die Restauration der Solidarität, die vierstellige Grundsicherung, Tempo 16 auf Kleinstraßen, Hundekackverbot für Wien, Larry David für den Küniglberg, ein Kunstminister Hurch - mit mir als Gagschreiberin, sowie die Dauerbrenner unter den Weihnachtssehnsüchten: 24-Stunden-Delis, die Renaissance von Doppelstock-13As und die Entbürgerlichung der Grünen. Wir wollen nicht unbescheiden sein, zumindest die Verabschiedung von Kristallprinz Grasser lag mit halbseidener Schleife unter dem letzten Gabentisch. Das war's dann aber auch schon. Vielleicht ist der Mann von Fiona Pacifico Griffini-Grasser aber auch nur deswegen abgetreten, weil er selber sich gewünscht hatte, nicht mehr den gutgeföhnten Finanzprinz spielen zu müssen. Grasser-Wünsche gehen ja gewöhnlich in Erfüllung. Wie auch immer, angesichts des überwiegenden Nichteintretens andraeischer Wünsche ändere ich die Taktik. Eingedenk der Tatsache, dass Wünsche schon durch die schiere Veröffentlichung, ja das bloße Drandenken verschrien werden, wünsche ich mir also Folgendes: 1.) Es möge nächstes Jahr noch mehr Punschstände geben, 2.) die Einscan-Geschwindigkeit der Supermarktkassen wolle dramatisch ansteigen. 3.) Das neue Jahr solle möglichst schiarches Wetter bringen, und der Bonuswunsch: Om Dhom Khom möge niemals wiederkehren.


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