Friede den Hyttn

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

PUNKS Ein paar Jugendliche setzen durch, was sie wollen. Ein paar Anrainer fühlen sich dabei übergangen. Und die Bezirkspolitiker stehen dazwischen. Die Geschichte des neuen Punkhauses im 15. Bezirk.

Jörg* seufzt. Schon wieder ein Interview. Gerade war der Falter dran, jetzt kommt ATV. "Nicht das Fernsehen auch noch", sagt er. Doch Lili, seine Kollegin, packt ihn am Arm. "Na komm. Ich helf dir. Das machen wir schon." Jörg rafft sich auf und geht ins nächste Zimmer, wo ein Kamerateam wartet. Ein Nietengürtel schlenkert beim Gehen um die Hüfte des 23-Jährigen. Gummiringe verschiedener Farben halten seine verfilzten dunklen Zöpfchen zusammen. "Ich war schon Punker, als ich noch in Wels gelebt habe", erzählt er, "und dann, in Wien, war ich sofort in der Szene." Auch wenn Jörg sich als Punk bezeichnet - wenn der Oberösterreicher zu erzählen anfängt, findet man keinen Menschen vor sich, der sich aus Verzweiflung am System aufgegeben hat und jetzt die Verweigerung lebt. Jörg ist


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