Endlich daheim

Gabi Horak | Stadtleben | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

ARMUT Ohne Herbergssuche: Der Verein Neunerhaus ermöglicht Menschen am Rand der Gesellschaft ein stabiles Wohnen und Leben.

Die Wohnung hat alles, was man braucht: ein großes Bett, einen Tisch mit vier Sesseln, mehrere Kästen und Regale, eine Kochnische, Dusche und WC. Auf 34 Quadratmetern. Das klingt eng und ungemütlich, ist es aber nicht. Die Fenster lassen viel Licht herein, die kleine Terrasse macht Lust auf Sommer. "Dann bring ich einen Griller und Würstel mit", sagt Neunerhaus-Geschäftsführer Markus Reiter zu dem Paar, das hier im neuerrichteten Neunerhaus in der Kudlichgasse einen von sechzig Plätzen bewohnt.

Erika und Sigi haben sich ein neues Zuhause geschaffen, viel Persönliches auf wenig Platz untergebracht. Sigis selbstgemachte Kratzbilder hängen neben einer silbernen Wanduhr, deren Pendel lautlos hin- und herschwingt. Rot, Erikas Lieblingsfarbe, lässt alles weihnachtlich erscheinen. Das rote Bettzeug und der knallrote Duschvorhang werden aber auch nach dem Fest bleiben.

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