Box ohne Öko

Stadtleben | Marianne Schreck | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

UMWELT Ein Drittel der Wiener Tetrapackungen wird in der Öko-Box gesammelt. Der Rest wird verbrannt. Wie sinnvoll ist die braune Schachtel?

Praktisch ist sie nicht, die Öko-Box: Wer darin Getränkekartons sammelt, muss sie auswaschen, zusammenfalten und irgendwo in der Küche lagern, bis die Box voll ist. Dann muss man sie auch noch zu einem bestimmten Abholtermin vor der Haustüre deponieren. Die kartonbraune Schachtel ist zwar unbequem, schützt aber aus Mülltrennungsgründen die Umwelt. Angeblich. Denn Zellulose, wichtigster Bestandteil von Getränkekartons, wird industriell wiederverwertet.

Doch beim Umweltschutz macht der gemeine Konsument freilich nur ungern mit. Ökologisch verpackt heißt wiederverwendbar verpackt: Das Pfand-Mehrweg-System, egal ob bei Flaschen oder Tetrapaks, gilt als Leitbild des nachhaltigen Verpackens - aber in der Realität kommt es selten vor: Pfandflaschen beispielsweise findet man in Supermärkten fast nicht mehr, Milch wird fast ausschließlich im Karton


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