Mediensplitter

Politik | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

Logovernichtung Da hatte im November der slowenische Premierminister Janez Janša jene 570 Journalisten auf das Heftigste kritisiert, die es gewagt hatten, die problematische Lage der slowenischen Medienfreiheit im Ausland anzuprangern. "Als ob es sich um Weißrussland handelt", hatte Janša damals gepoltert. Doch die kritische Journaille lässt nicht locker. Die liberale Tageszeitung Dnevnik gab dieser Tage eine Breitseite gegen die geplante neue Logolinie der Regierung ab. Ähnlich erging es dem Logo der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft, das die fünf klassischen Elemente und den heiligen Berg Triglav darstellen soll: "Ein Stern, in den Armen' des Triglav bedeutet, dass sich die EU unter slowenischer Führung in sicheren Händen befindet." Das linksliberale Wochenmagazin Mladina vernichtete das Logo als "dilettantisch, kriecherisch, unintelligent, naiv, kindisch, unkulturell, charakterlos". Für Premier Janša, der auf seine Rolle als EU-Ratspräsident im ersten Halbjahr 2008 mächtig stolz ist, wohl ein Sakrileg. H. H.


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