Vom Anspannen der Feder

Paul Pechmann
Kultur, FALTER 51/07 vom 19.12.2007

LITERATUR Der neue Roman "Absichtslos" von Dieter Sperl erkundet österreichisches Alltagsleben aus dem Blickwinkel des Zen.

Das Verstehenlernen der eigenen Verhaltensprogramme sowie das Vermehren von deren Kräften, um eine größere Beweglichkeit des Bewusstseins zu erreichen, nannte der in Zeltweg aufgewachsene, in Graz literarisch sozialisierte und nun schon mehrere Jahre in Wien lebende vierzigjährige Autor Dieter Sperl einmal als seine Schreibimpulse. Methode und Zielrichtung solchen Bemühens sind für Sperl, der sich dabei auf Gilles Deleuze und fernöstliche Philosophie bezieht, die Erweiterung, ja, gerade die Auflösung der Ich-Identität. In der computergesteuerten Textmaschine "Wenn die Landschaft aufhört" - präsentiert im Rahmen der Landesausstellung "comm.gr2000az" - versuchte Sperl einen künstlichen Bewusstseinsstrom in Gang zu setzen, und in seinem letzten Prosaband, dem Filmtagebuch "Random Walker", machte er seinem individuellen Bewusstsein Denk- und Empfindungsräume

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