Tod eines Ruhetags

Wolfgang Kühnelt | Stadtleben | aus FALTER 51/07 vom 19.12.2007

BEISL In China beging man 2007 das Jahr des Schweins. In Graz auch. Gesammelte Eindrücke von mehr als 40 Lokalbesuchen.

Eine der bislang ungelösten Fragen der Menschheit ist die folgende: "Wo kann man in Graz richtig gut essen gehen?" Das hat nicht nur mit dem immer noch dürftigen Angebot an herausragenden Beisln und Restaurants in dieser Stadt zu tun. Unter uns gesagt: 2007 eröffneten kaum mehr als ein halbes Dutzend Lokale, die wirklich eine Bereicherung darstellen. Dazu kommt die stark schwankende Qualität, die so manchen Geheimtipp rasch zum Eigentor macht. Zumindest im Servicebereich gibt es aber auch mancherorts deutliche Verbesserungen. Ausgelöst nicht zuletzt von einem Phänomen, das im abgelaufenen Jahr in den Grazer Küchen voll zur Geltung kam: die Globalisierung.

Früher ging man in den Gambrinuskeller. Heute findet man an derselben Adresse nicht mehr den König des Bierbrauens, sondern die Gottheit Dionysos. Einst traf man sich in Geidorf beim Fischerwirt, heute residiert

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