Stadt ohne Plan

Politik | Christian Maier und Gerlinde Pölsler | aus FALTER 02/08 vom 09.01.2008

STADTPOLITIK Feinstaub, Lärm und Dreck jenseits aller Zumutbarkeitsgrenzen, Armut und vergessene Stadtteile, die zu Ghettos werden: Worum sich die Stadtpolitik dringend kümmern sollte.

Wahlkampf in Graz. Da vergeht kein Tag ohne Jubelbilanz: Straßenbahnlinien verlängert, Budget auf Sanierungskurs, Menschenrechtsbeirat eingerichtet. Was die Stadtregierer dabei gerne verschweigen, sind Feinstaub- und Lärmpegel-Rekorde, die Armut in der Stadt, Konflikte im Gries und im Gemeindebau - Probleme, die seit Jahren bekannt und dennoch ungelöst sind. Das nervt! Graz habe fast etwas von einer "Cowboystadt", sagt die Planungshistorikerin Simone Hain, eine von vier fachkundigen Personen, die der Falter an die eigentlichen Brennpunkte der Stadt begleitet hat, derzeit verdeckt von Hunderten von Plakatwänden, mit denen die Parteien um die Gunst der Wähler für den 20. Jänner werben.

Stadt- und Verkehrsplanung:im Wilden Westen

Kreuzung Bahnhof- und Eggenberger Gürtel, einer der lärmigsten und dreckigsten


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