"Ich liebe Dreck"

Gregor Schenker | Kultur | aus FALTER 02/08 vom 09.01.2008

THEATER Mit "Zugvögel" bringt die junge Autorin Natascha Gangl ihre erste Auftragsarbeit am Theater im Palais heraus.

Ich lese nur TV-Media, weil die so bunt ist, ich bin total depressiv, heule jede Nacht in mein Kopfkissen und werde mich mit 27 umbringen, wie es sich für eine Schriftstellerin gehört." Da hat Natascha Gangl ja noch ganze sechs Jahre Zeit zu arbeiten. Und natürlich meint sie diesen Satz ganz und gar nicht ernst. Vielmehr drückt er das Gegenteil von dem aus, was sie ist. Nämlich humorvoll und vor Lebenslust und Neugierde strahlend. Das Schreiben ist für sie elementares Bedürfnis, Lebensaufgabe, auf die sie nie verzichten könnte. "Jeder braucht sein Ventil, für manche ist es Laufen, für manche Boxen, für mich ist es Schreiben."

Seit ihrem vierzehnten Lebensjahr schreibt Gangl Gedichte, über die uni-T-Dramatikerwerkstätten kommt sie zum Verfassen von Theatertexten, die Sprache bleibt jedoch immer lyrisch. Denn was sie an Sprache fasziniert, sind der Klang, die Melodie,

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