Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 02/08 vom 09.01.2008

Jetzt ist es auch schon wieder ein Jahr her, seitdem der Falter seine letzte "Offenlegung" publizierte und Alfred Gusenbauer Kanzler geworden ist, weswegen heuer erstmals alles ganz anders ist. Alles ganz anders?! "Naniehnnjääh!", antworten Julia Ortner und Barbara Tóth unisono. Ihre Analyse dessen, was der sozialdemokratische Kanzler im letzten Jahr bewegt hat, fiel schriftlich um einiges eloquenter aus (siehe Seite 8). Es sieht generell so aus, als stünde das junge Jahr vorerst nicht gerade unter einem guten Groove. Ganz im Gegenteil: Soul Seduction und Black Market, zwei Institutionen, die lange Jahre wesentlich zum Ruf Wiens als Weltstadt in Sachen Groove und Beats beitrugen, sind dahingeschieden, Sebastian Fasthuber blickt in das Loch, das in der Szene klafft (S. 64). Irgendwas Stimmungsaufhellendes? Es gibt einen Film über Ian Curtis, den Sänger der legendären Joy Division, der sich auch schon vor gut 28 Jahren umgebracht hat (S. 57). Gerhard Stöger hat ihn gesehen. Und Ingrid Brodnig hat nach Amerika telefoniert, wo um 7 Uhr Westküstenzeit Jimmy Wales mit einem fröhlichen "Grüß Gott" abhob. Der Wikipedia-Gründer hat eine neue Suchmaschine entwickelt (S. 18), die vorerst ganz schlecht funktionieren wird, wie er versichert. Super wie immer hingegen: das Falter-Radio-&-TV-Programm, das Barbara Pichler so lange betreut, bis sie als Direktorin der Diagonale wirklich total unabkömmlich ist.


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