Luxus Kind

Vorwort | Nina Horaczek | aus FALTER 02/08 vom 09.01.2008

KOMMENTAR Das neue Kinderbetreuungsgeld ist ein Fortschritt. Trotzdem ist Kinderkriegen viel zu teuer.

"Mamilein, Papilein wählen ihre Zeit daheim", singt eine zarte Kinderstimme in der Radiowerbung. Österreich sei nun "Familienland Nr. 1", richtet Ministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) dem Publikum in einem Radiojingle aus, mit dem sie das neue Kindergeld bewirbt. Seit 1. Jänner können Eltern wählen, ob sie ihr Kind 18 Monate (15 ein Elternteil, drei Monate der andere) selbst betreuen und dafür 800 Euro monatlich erhalten, sich 24 Betreuungsmonate für 624 Euro partnerschaftlich aufteilen oder doch 30 Monate zuhause bleiben und dafür die ursprünglichen 436 Euro bekommen (geht der Vater auch in Karenz, wird dieser Betrag bis zum dritten Geburtstag des Kindes ausgezahlt). Das ist ein Fortschritt. Aber wird es Frauen überzeugen, mehr Kinder zu bekommen?

Kinder sind lieb - und teuer. Wer ein Kind kriegt, gibt bis zu dessen Volljährigkeit je nach Schätzung zwischen 120.000 und 180.000 Euro


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