Dolm der Woche

Karlheinz Klement

Politik | aus FALTER 02/08 vom 09.01.2008

Lei Lei, schwangere Frau, wollen Sie 15.000 Euro vom Staat? Treiben Sie nicht ab, wir hätten gerne Ihr Kind! So wäre die Welt, wenn es nach den Träumen des Kärntner Nationalratsabgeordneten Karlheinz Klement geht. Seine FPÖ, so verkündete er, starte nun eine "Anti-Abtreibungs"-Offensive. Schwangeren Frauen, die ihr Kind abtreiben wollen, solle Geld überwiesen werden, wenn sie ihr Kind austragen und zur Adoption freigeben. Das ist viel Geld. So manche verzweifelte Frau hätte es wohl gerne, um ihr Kind großzuziehen. Doch die Gebärprämie gibt es nur, wenn sie ihr Baby hergibt. Ein hübscher Markt könnte da entstehen, staatlich finanziert (siehe auch Seite 10). Dumm nur, dass das Strafrecht Klements Ideen gar nicht schätzt. Mit bis zu drei Jahren ist zu bestrafen, wer Müttern "Vorteile" gewährt, damit sie ihr Baby zur Adoption hergeben. Das Gesetz wurde 2004 zur Bekämpfung des Kinderhandels beschlossen - auch von der FPÖ.


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