Aus der Utopie wurde nichts

Isolde Charim | Politik | aus FALTER 02/08 vom 09.01.2008

60 JAHRE ISRAEL Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, über die zionistische Idee und daraus entstehende Lebenslügen.

Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Der Literatur- und Filmwissenschaftler Hanno Loewy ist seit 2004 Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, eines international renommierten Ausstellungsorts, der auch an die langjährige jüdische Kultur in der Vorarlberger Gemeinde erinnern soll. Am 17. Jänner ist Loewy zu Gast in der Reihe "Diaspora. Erkundungen eines Lebensmodells". Vorab spricht er über Israel als Identitätskrücke und das jüdische Leben in der Diaspora.

Falter: Vor sechzig Jahren wurde Israel gegründet. Bedeutet seine Existenz das Ende der jüdischen Diaspora?

Hanno Loewy: Es gab die Utopie vom Ende eines Lebens in der Zerstreuung, die in der Geschichte immer wieder als Fluch empfunden worden ist. Wenn wir uns heute die Realität jüdischen Lebens in der Welt anschauen, dann müssen wir feststellen, dass diese Utopie nicht

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