Umsonst ist nur der Tod

Maya Mckechneay
Kultur, FALTER 02/08 vom 09.01.2008

FILM In "Yella" erzählt Christian Petzold den Kapitalismus als Geistergeschichte - unheimlich, präzise und mit der tollen Nina Hoss in der Hauptrolle.

Wenn Gespenster Menschen werden möchten, dann sind sie immer Protagonisten einer Tragödie." Christian Petzold hat diesen Satz einmal gesagt. Damals meinte er Wolfgang Grams, den ehemaligen RAF-Terroristen, der als Songwriter vor die Medien trat.

Die Idee der "Gespenster" beschäftigt Petzold schon lange. Sein erster großer Kinoerfolg, "Die innere Sicherheit" (2000), der vom Nachbeben der Terrorbewegung RAF handelt, trug ursprünglich diesen Arbeitstitel. Fünf Jahre später kam dann wirklich "Gespenster" ins Kino, ein Film, der von "Menschen erzählt, die aus der Geschichte fallen, in Zwischenreichen vegetieren", so Christian Petzold. "Yella" ist nun der dritte Teil dieser Trilogie des in-between. Ein Film, den man nur schwer nacherzählen kann, ohne die Pointe zu verraten. Und der erste der drei, in dem der Begriff des Gespenstes im klassischen

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