Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 02/08 vom 09.01.2008

Sex

Neujahrsmann Eine Bekannte war seit einer echten Epoche mannfrei. Jährlich wurde beim traditionellen Neujahrsbrunch verlautbart, wen sie im kommenden Jahr kennen zu lernen gedachte und welche Eigenschaften er mitzubringen hatte. Da waren Bildung, Klugheit, Intelligenz, Schönheit, also die Basics, mit variablen Erweiterungen Richtung Reichtum und berufliche Machtpositionen. Ah ja, saugeil hatte er auch zu sein, monogam veranlagt, natürlich. Die Jahre vergingen, die ewig leere andere Doppelbetthälfte der Bekannten versuchte sich angeblich mehrmals aus Langeweile das Leben zu nehmen. (Das kann man aber nicht, als Bett.) Doch Überraschung! Heuer traf ich sie an mit ihrer Zunge in einem Mann. Begeistert erkundigte ich mich nach den fantastischen Eckdaten des Wunderknaben, die sie nach so langer Zeit zu überzeugen vermochten. "Der Penis. Er hat einen Penis. Das gab den Ausschlag." Wir gratulieren herzlich zur neuen Genügsamkeit, das ist ja jetzt auch modern - und wünschen ein penisreiches Jahr 2008.

Heidi List

Fussball

Urlaubsverlängerung Der pummelige Brasilianer Ailton wurde vom MSV Duisburg suspendiert, weil er unentschuldigt einen Tag zu spät aus dem Heimaturlaub gekommen war. Die Strafe wirkt eine Nuance zu drastisch, doch die einseitige Urlaubsverlängerung ist unter Kickern dermaßen verbreitet, dass einem Verein schon einmal die Hutschnur platzen kann. Vielleicht kann der Stürmer aber auch gar nichts dafür. Denkbar wäre etwa folgendes Szenario: "Ailton, Essen ist fertig!" - "Geht nicht, Mama, ich muss zum Flieger, nach Deutschland!" - "Ach Junge, dort ist es doch jetzt viel zu kalt. Du holst dir ja den Tod! Außerdem hab ich dir deine Lieblingsspeise gekocht!" - "Okay, Mami, ich nehm' den nächsten Flieger. Schreibst du mir eine Entschuldigung für den Trainer?" - "Aber Ailton, du weißt doch, dass ich nicht schreiben kann."

Wolfgang Kralicek


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