Wiener Blues

Sebastian Fasthuber | Stadtleben | aus FALTER 02/08 vom 09.01.2008

SZENE Alexander Hirschenhauser hat mit dem Plattenladen Black Market und dem Vertrieb Soul Seduction das Wiener Musikgeschehen mitgeprägt und den Vienna Groove in alle Welt exportiert. Jetzt musste er Insolvenz anmelden. Das reißt eine Lücke.

Nein, er habe leider kein Refugium auf den Malediven, wo er sich nun hinbegeben könnte, und verfüge auch über keine Konten auf den Bahamas. Alexander Hirschenhauser bemüht sich tapfer um ein Schmunzeln. "Reich wurde man hier nie", sagt er. Kurz vor Weihnachten musste er als Geschäftsführer und Miteigentümer von Black Market und Soul Seduction Distribution beim Handelsgericht Wien schließlich Konkurs anmelden. Bis zuletzt hatte er an Modellen gearbeitet, um den Plattenladen, der der DJ-Szene seit 1990 als verlängertes Wohnzimmer diente, und den daran angeschlossenen, international agierenden Musikvertrieb zu retten. Vergeblich. Zwei schlaflose Nächte habe er danach zugebracht: "Ich habe mir die Frage gestellt, wie ich mit dem Scheitern umgehen

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