"Ich war zu klein"

Politik | Gerlinde Pölsler | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

INTERVIEW II SPÖ-Chef Walter Ferk gibt "Nachholbedarfe" zu, nimmt frühere Koalitions-Aussagen zurück und bringt leise Kritik an seinem Kanzler an.

Aber!", wehrt der rote Spitzenkandidat Zweifel gerne ab - wenn etwa wieder einmal jemand nicht glauben will, dass er die angepeilten dreißig Prozent erreichen könnte. Die jüngsten Umfragen attestieren ihm nur 26 bis 28 Prozent. Vor fünf Jahren, als Ferk nach der Ära von Bürgermeister Alfred Stingl als Spitzenkandidat für die SPÖ antrat, hatte er sich ebenfalls 30 Prozent als Latte gelegt. Geworden sind es nur rund 26 Prozent. Heute fühlt man sich oft in den Jänner 2003 zurückgebeamt: Wieder kursieren Gerüchte, mit Ferks Karriere werde es bald nach der Wahl vorbei sein. Wieder verspricht der rote Chef Zuckerl für sozial Schwächere, macht sich für Öffis und den Kampf gegen Feinstaub stark.

Nur: Nun war Ferk bereits Vizebürgermeister und Umweltreferent, nun fallen viele Versäumnisse und die Feinstaubmisere auch auf ihn zurück.


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