Sex am Abstellgleis

Stadtleben | Tiz Schaffer | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

KINO Das Bahnhof Non Stop sorgt seit fünfzig Jahren für Erregung. In den letzten Jahren aber mehr mit alternativen Szeneveranstaltungen als mit Pornofilmen.

Wenn sich Renate Haslacher an die Anfangszeiten ihres Kinos erinnert, beginnen ihre Augen zu leuchten. "Damals war die ganze Stadt da!" Damals, das war Ende der Fünfziger. Ihr Mann Walter Haslacher, ein Unternehmer, errichtete in Eigenregie und mit potenten Geldgebern das Kino. Für die damalige Zeit war es State of the Art. "Bei einem Eintrittspreis von 8 S ist ein einstündiges Programm mit zwei Wochenschauen, einem Kulturfilm, einem Zeichentrickfilm und Kurzspielstreifen vorgesehen", berichtete 1957 eine Tageszeitung. Auch die heimische Prominenz ließ sich blicken. Karl Schranz etwa. "Auch der Toni Sailer war da", erzählt Haslacher aufgeregt. Jahre später - davon lässt sie sich nicht abbringen - ist der Blitz aus Kitz noch einmal ins Haus gekommen.

Nach dem Tod ihres Mannes hat Haslacher das Kino Anfang der Siebziger übernommen.


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