Wein oder Bier

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

AUSLAND Man kann den amerikanischen Wahlkampf unter verschiedensten Aspekten betrachten. Eines steht fest: Es geht um Veränderung.

Bei den jüngsten politischen Bildern aus Amerika reibt man sich die Augen. Ganze Familien aus nahezu völlig weißen Bundesstaaten harren stundenlang in eisiger Kälte aus, um einem schwarzen Präsidentschaftskandidaten zuzuhören. Die Frauen des konservativen New Hampshire verhelfen mit ihrer Stimme der ersten Feministin des Landes zum Comeback. "Change" ist sogar bei den regierenden Republikanern das Zauberwort. Machte sich doch deren Neofavorit John McCain durch den Kampf gegen die Folter und für Klimaschutz im Senat einen Namen.

Die USA befinden sich nach Guantánamo, Abu Ghraib und George W. Bush in einer Phase, in welcher der Wunsch nach Erneuerung quer durch alle Parteien geht. Dabei wird der Wahlkampf zum wichtigsten Vehikel der Kurskorrektur. Ein einzigartiger amerikanischer Vorgang, haben dank der Vorwahlen doch nicht wie in Europa die Parteiapparate


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