Hört die Signale!

Vorwort | Markus Marterbauer | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

KOMMENTAR Wirtschaftsvertreter können sich eine Besteuerung von Vermögen vorstellen. Sie würde Beschäftigte entlasten.

Als "steirischer Stahlarbeiter" und nicht als Berater der ÖVP, so Voestalpine-Direktor Claus Raidl knapp vor Weihnachten, mache er seinen überraschenden Vorstoß für eine Besteuerung von Wertzuwächsen von Aktien, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen. Damit kommt endlich Bewegung in die festgefahrenen Fronten der Diskussion um die Steuerreform.

Die Ausgangssituation ist so einfach wie unbefriedigend: Wechselt eine Frau von Teilzeit- auf Vollzeitbeschäftigung, dann erreichen die Abzüge durch Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge recht rasch die Hälfte des Zusatzeinkommens. Arbeitet ein Selbstständiger einen zusätzlichen Auftrag ab, so zahlt er für das erzielte Einkommen vierzig, in einigen wenigen Fällen von Spitzenverdienern sogar fünfzig Prozent Einkommensteuer. Erwirbt ein betuchter Zeitgenosse hingegen heute ein Aktienpaket und verkauft es nach

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