Csorna gibt nicht auf

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

OSTEUROPA Ein Wiener Unternehmer sucht Facharbeiter. Weil er sie in Österreich nicht findet, zieht er in eine kleine ungarische Stadt. Dort hoffen die Bewohner auf neuen Wohlstand.

Das Gebäude steht im Grünen. Es ist Dutzende Meter lang und ein Stockwerk hoch. Die Fenster sind nackt, der Verputz weiß. Eine unscheinbare Fabrik. Für die beiden Wiener Unternehmer Heinz Rabenseifner und Aurel Szirmay wurde sie zum Lebensmittelpunkt. Frühmorgens betreten sie die Werkstatt, abends drehen sie das Licht ab. Sie haben in diesem Haus das Unternehmen Navan Global angesiedelt - hier, am Rande der ungarischen Kleinstadt Csorna.

Künftig sollen in diesem Gebäude pro Monat eine Million "passive Marker" angefertigt werden. Das sind reflektierende Kunststoffkugeln mit einem Zentimeter Durchmesser. Chirurgen benutzen sie, um exakter zu operieren. Navan Global will am weltweiten Umsatz mit den Kügelchen mitnaschen. So einfach ist das nicht: Um die passenden Maschinen für die Massenproduktion zu erzeugen,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige